In Sils Maria verbindet das Hotel Privata seit 1921 Tradition und Herzblut – eine Oase der Ruhe mit Engadiner Küche und mediterranem Flair.
In Sils Maria, dort, wo das Licht des Oberengadins über die Seen tanzt und die Stille der Berge eine fast greifbare Tiefe bekommt, gibt es einen Ort, der wie ein gut gehütetes Geheimnis anmutet. Die Luft ist erfüllt vom Duft der Alpenwiesen, die Weite lässt den Atem ruhiger werden, und man spürt sofort: Hier beginnt eine andere Zeitrechnung. Es ist ein Gefühl von Ankommen, von innerem Frieden – eine Vorfreude auf Momente, die man nicht plant, sondern einfach erlebt.
Mitten in dieser Landschaft, die schon Hermann Hesse als seine schönste bezeichnete, steht ein Haus, dessen Wurzeln tief in der Geschichte verwurzelt sind. Was 1921 als bescheidene «Pensiun Privata» von den Urgrosseltern der heutigen Gastgeberin Corina Giovanoli begann, ist heute ein liebevoll geführtes Bijou – getragen von vier Generationen Familie, die hier nicht nur ein Hotel betreiben, sondern eine Herzensangelegenheit pflegen. Die Mauern dieses Hauses erzählen Geschichten: von Bauern und Skilehrern, von Künstlern wie Marc Chagall, der hier inspirierte Bilder malte, und von einer Familie, die den Wandel der Zeit nutzte, ohne die Seele des Hauses zu verlieren. Die typischen Sgraffito-Verzierungen an den Fassaden und die uralten Gewölbestrukturen im Keller sind stille Zeugen einer langen Reise. Die Philosophie ist einfach und tiefgründig zugleich: Dieses Haus soll ein Wohlgefühl für alle Sinne sein, eine Oase der Ruhe, in der die Kraft der Natur und die Wärme der Gastgeberin spürbar werden.
Die Zimmer und Suiten der Privata sind mehr als nur Rückzugsorte. Sie sind Kompositionen aus Behaglichkeit und Eleganz, in denen die Liebe zum Detail in jedem Winkel sichtbar wird. Der Duft von Arvenholz liegt in der Luft. Hier wird Geborgenheit nicht nur versprochen, sondern förmlich greifbar. Künstlerische Fotografien von Gian Andri Giovanoli, dem Bruder der Gastgeberin, schmücken die Wände und eröffnen ungewohnte Perspektiven auf das Engadin. Diese Unterkünfte laden dazu ein, den Tag bei einem Blick auf die majestätische Bergkulisse ausklingen zu lassen und die tiefe Stille der Region in vollen Zügen zu geniessen. Die historische Bausubstanz, liebevoll mit modernem Komfort kombiniert, schafft eine Atmosphäre, die sowohl vertraut als auch luxuriös wirkt.
Eine kulinarische Reise: Engadin trifft Mittelmeer


Ein zentrales Versprechen der Privata ist ihre Küche, die unter der kreativen Leitung von Flavio Gadola steht. Hier gelingt das Kunststück, die herzhafte, ehrliche Engadiner Küche mit der Leichtigkeit italienischer Aromen zu einer harmonischen Einheit zu verbinden. Was auf den Tellern landet, ist das Ergebnis einer Philosophie, die regionale Zutaten und traditionelle Rezepte respektvoll interpretiert und mit mediterranem Flair veredelt. Viele der Gerichte basieren noch immer auf den Kreationen von Dumeng Giovanoli, dem Vater der Gastgeberin und erfolgreichen Skirennfahrer, dessen Rezepte das kulinarische Erbe des Hauses bereichern. Dazu werden Weine serviert, die das Geschmackserlebnis perfekt abrunden – ein Fest für alle Sinne, das weit über die reine Nahrungsaufnahme hinausgeht. Wer mag, kann dieses Erlebnis in der dazugehörigen Weinbar Vis-à-vis ausklingen lassen oder in der Boutique Viver ein Stück dieses Lebensgefühls entdecken.
Ein Ort, der bleibt
Das Hotel Privata ist ein Ort, der nicht nur für eine Nacht beherbergt, sondern für lange Zeit im Herzen bleibt. Es ist die perfekte Symbiose aus der rauen Schönheit der Engadiner Landschaft, der Ruhe eines historischen Gemäuers und der herzlichen Gastfreundschaft seiner Besitzerin. Hier, wo sich Natur, Sport, Kunst und Kultur auf einzigartige Weise begegnen, findet man nicht einfach eine Unterkunft – man findet einen Ankerplatz für die Seele. Es ist ein Versprechen von Lebenskraft, das man mit sich nimmt, wenn man dieses besondere Haus wieder verlässt. Ein Ort, der dazu einlädt, die eigene Mitte wiederzufinden und die schlichte, aber tiefe Wahrheit zu erleben: Glück ist das Gefühl, genau dort zu sein, wo man hingehört.
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