Das Hotel de la Chaux-d'Abel im Jura ist ein Ort der Ruhe und Nostalgie – mit Cheminée, regionaler Küche und Freiberger-Pferden vor der Tür.
Steinige Weiden, Nadelwälder und die Freiberger-Pferde, abwechslungsreiche Wanderwege und im Winter ein Netz von schönen Langlaufloipen – dafür ist der Jura weitherum bekannt. Auf einem sanften Hügel, inmitten eines grossen Parks mit Baumbestand, liegt das Hotel de la Chaux-d’Abel, ein Ort der Einkehr, der Ruhe, des Geniessens.
Nostalgie, die beruhigt
Im Hotel de la Chaux-d’Abel in La Ferrière, einem ehrwürdigen Bau mit einer spannenden Vergangenheit, sind es nicht die Betten, die so herrlich nostalgisch knarzen, sondern die alten Parkettböden in einigen der Zimmer. Sie tragen Namen wie «La clairère» oder «La matinale» und sind entsprechend dekoriert; mit leichter Hand, viel Holz und ab und an einem antiken Sofa. Fernseher sucht man im Chaux-d’Abel vergebens; wer irgendwo hineinstarren möchte, setze sich in den Salon mit dem echten Cheminée, in dem ein echtes Feuer brennt, das man, hält man sich an die Regeln, auch selber entfachen darf. Hier kann man in den prächtigen Sesseln stundenlang lesen oder an einem der Tischchen Scrabble spielen, sich mit einem Gläschen Weisswein die Zeit verkürzen, bis man fürs Abendessen in den Speisesaal mit dem imposanten Kachelofen wechselt. Dort ist weiss aufgedeckt, und statt einer Speisekarte liegt das Menü auf dem Tisch, frisch ausgedruckt, ebenso frisch wie die Gerichte, die auf den Tisch kommen. Die Wirtin legt Wert auf regionale Produkte, der umfangreiche Gemüsegarten mit dem malerischen Steinmäuerchen steuert einiges dazu bei.


Es schöpft der Gast
Der Hauptgang mit Fleisch, Beilagen und zwei verschiedenen Gemüsen wird auf einer grossen Platte auf den Tisch gestellt, schöpfen tut der Gast selbst (und ja, es gibt auch eine Vegi- Variante). Zwei Weine empfiehlt die Chefin zu jedem Essen, einen Schweizer und einen Europäer. Solche aus Übersee findet man hier nicht, dafür eine saisonal wechselnde Kollektion an BFM-Bieren mit innovativen Geschmacksrichtungen. Oder haben Sie schon mal ein Bier getrunken, das ein wenig nach chinesischem Rauchtee schmeckt? Auf keinen Fall verpassen sollte man die hausgemachten Meringues – natürlich mit Double Crème! – sowie jedenMittwochabend das legendäre Käsebuffet mit bis zu dreissig verschiedenen Käsesorten, serviert mit Gschwellti und Salat.


Verlockungen der anderen Art
Und dann die Freiberge! Im Winter locken die Loipen, oder für alle, die lieber auf Abwegen wandern, die Schneeschuhe, die man hier mieten kann. In schneelosen Zeiten entzücken die Wanderwege, der Doubs, in dem man im Sommer auch baden darf, die Weiden mit den grossen Tannen, unter denen Pferde dösen. Und vor der Haustüre, im fast schon parkartigen Garten, erinnert eine Boulebahn an den letzten Italien- oder Südfrankreichurlaub. Wer zwischendurch etwas Kultur erleben möchte, kann sich im nahegelegenen La Chaux-de-Fonds die Jugendstilhäuser ansehen oder das Uhrenmuseum besuchen. Die Abenteurer sind gut beraten mit einem Besuch der unterirdischen Mühlen von Col-du-Roches (Mai bis Oktober).
Eine Auszeit im Chaux-d’Abel erinnert daran, dass das Leben nicht hektisch sein muss. Dass die Natur die Fähigkeit hat zu entschleunigen. Dass ein Abend am Cheminée mit einem guten Wein, bereichernden Gesprächen, einem guten Buch oder einem Jass mit dem Gefühl beglücken kann, dass das Leben doch eigentlich richtig schön ist. Viele der Hotelgäste wissendas, denn sie kommen immer wieder.
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La Chaux-d'Abel 88
2333 La Ferrière, Schweiz




