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Smiling chef Jörg Slaschek in kitchen attire, exuding warmth and culinary passion.
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Wo Geschichte unter einem Dach lebt

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Das Château Attisholz verbindet jahrhundertealte Geschichte mit moderner Kochkunst – ein Ort, der Gaumen und Seele verzaubert.

Ein Haus, das Geschichten erzählt – und Gaumen verzaubert

Es gibt Orte, die spürt man bereits beim ersten Schritt. Ein Kiesweg knirscht unter den Sohlen, in der Luft liegt der Duft von frisch geschnittenem Gras und wildem Thymian, und vor einem erhebt sich ein Bau, der die Jahrhunderte nicht nur überdauert, sondern sie in jedem Stein bewahrt hat. Das Château Attisholz ist ein solcher Ort. Hier, wo einst römische Wasserleitungen verliefen und später Kurgäste in warmen Bädern Erholung suchten, ist heute eine Adresse entstanden, die Gastfreundschaft fast schon als Kunstform betreibt. Ein Aufenthalt zwischen historischem Gemäuer und moderner Kochkunst beginnt mit einem einzigen, vielversprechenden Satz: Willkommen.

Die Wurzeln des Hauses reichen tief – bis in die alemannische Zeit, als der Wald des Atto dieser Gegend seinen Namen gab. Urkundlich belegt ist die Suche nach warmen Bädern bereits im Jahr 1395, und 1445 wurden die ersten Badeanlagen eingerichtet. Was folgte, war eine wechselvolle Reise durch die Epochen: Tanzsäle für den Adel und das Volk, Pachtverträge mit der Stadt Solothurn, der Wandel vom Heilbad zum gesellschaftlichen Treffpunkt. Als 1944 die Cellulosefabrik das Anwesen erwarb und die Bäder 1945 endgültig geschlossen wurden, hätte die Geschichte beinahe ein Ende gefunden. Doch im Jahr 2000 begann ein neues Kapitel: Marlise und Jörg Slaschek erwarben das Haus, renovierten es mit viel Umsicht und eröffneten das Château, wie wir es heute kennen.

Die Architektur des Hufeisenbaus aus dem Jahr 1749 ist bis heute prägend. Jedes Jahrhundert hat seine Spuren hinterlassen, ohne den Charakter des Anwesens zu verwischen. Da ist die Patina jahrhundertealter Balken, da sind die hohen Fenster, die Licht in die Räume lassen, und da ist die selbstverständliche Ruhe, die von Mauern ausgeht, die schon viel gesehen haben. Das Château ist kein steriles Museum, sondern ein lebendiges Zuhause – mit einer Küche, die weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Zwei Küchen, eine Philosophie: Handwerk mit Haltung

Im Gourmet-Restaurant Le Feu zeigt Jörg Slaschek, was in ihm steckt. Der gebürtige Oberbayer startete einst als Metzger, verfeinerte sein Können in den grossen Häusern Münchens und den Grand Hotels der Schweiz – und hat doch nie den Boden unter den Füssen verloren. Seine Kochkunst ist handwerklich präzise, regional verwurzelt und dennoch von einer Leichtigkeit, die man spürt, ohne sie erklären zu können. Die Küche hier ist kein Ort der Effekthascherei, sondern der Konzentration: saisonale Produkte, klare Aromen, eine eigene Handschrift.

Einen Kontrapunkt setzt die Brasserie La Source, die kürzlich von der Neuen Zürcher Zeitung in einer Auswahl besonderer Zweitrestaurants der Schweiz gewürdigt wurde. Hier wird die gleiche Haltung auf scheinbar einfachere Weise zelebriert: ehrliche Gerichte, sorgfältig zubereitet, serviert in einer Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Dass ein Haus gleich zwei kulinarische Bühnen bietet, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch dieselbe DNA tragen, ist eine Seltenheit. Möglich macht das ein Team, das mit Herzblut arbeitet – angefangen bei Selva, dem Multitalent, das seit über zehn Jahren in Küche, Garten und Haushalt nach dem Rechten sieht, bis hin zu Jakob Bohner, dem Koch mit goldener Hand und warmem Herzen, der die Küche täglich mit Motivation und Fachkompetenz bereichert. Und Marlise, die gute Fee im Büro, die im Hintergrund die Fäden zusammenhält und stets ein offenes Ohr hat.

Feiern, schlafen, verweilen: Räume mit Charakter

Das Château versteht sich nicht nur als Restaurant, sondern als Gastgeber für alle Anlässe, die das Leben schöner machen. Ob Hochzeit im Garten oder festliches Dinner im Innenhof, ob Geschäftsessen im Salon oder Geburtstagsfeier im geschichtsträchtigen Gemäuer – die verschiedenen Säle des Hauses bieten für jeden Rahmen die passende Kulisse. Wer den Abend nicht enden lassen möchte, findet in den stilvoll eingerichteten Hotelzimmern einen Rückzugsort, der Ruhe schenkt und zugleich das Gefühl vermittelt, Teil einer besonderen Geschichte zu sein.

Die Öffnungszeiten sind bewusst gewählt, die Gastfreundschaft kennt jedoch keine starren Grenzen: Nach Absprache öffnet das Team das Haus auch ausserhalb der regulären Zeiten für private Anlässe. Dieser persönliche Rahmen ist bezeichnend für die Philosophie des Hauses – es geht nicht um maximale Auslastung, sondern um Momente, die bleiben. Auch der Muttertag am 10. Mai wird hier zu einem Fest des Dankes, und am Ostersonntag öffnet das Château eigens seine Türen, um Gäste mit einem Menü zu verwöhnen, das Frühling und Gemeinschaft auf den Teller bringt.

Ein Ort, der bleibt

Wer das Château Attisholz besucht, merkt schnell: Hier ist nichts dem Zufall überlassen, aber alles mit Leichtigkeit inszeniert. Es ist die Verbindung aus jahrhundertealter Substanz und moderner Gastlichkeit, aus handwerklicher Präzision und herzlicher Wärme, die dieses Haus so besonders macht.

Die Geschichte des Attisholz ist eine von Wandel und Beständigkeit – vom Heilbad zur Adresse für Feinschmecker, vom historischen Gemäuer zum lebendigen Treffpunkt. Und sie ist längst nicht zu Ende erzählt. Wer zwischen den alten Mauern sitzt, ein Glas in der Hand, den Blick über den Garten schweifen lässt, spürt: Hier ist man nicht nur Gast. Hier ist man Teil einer Geschichte, die weitergeht – und die man gerne mit nach Hause nimmt.

Château Attisholz

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Ausgezeichnete Haute Cuisine

Attisholzstrasse 3

4533 Riedholz, Schweiz

+41 32 623 06 06
[email protected]
www.attisholz.ch/

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